Monday, 30 January 2012

Hut-Trägerin des Jahres 2012: Kate Middleton

Kate Middleton, Hutträgerin, 2012, the headwear association


Die Medien verkündeten heute die Wahl von Kate Middleton zur "Hut-Person" des Jahres 2012. Verliehen wurde ihr der Titel von der kalifornischen "The Headwear Association", welche laut eigenen Angaben schon seit 1908 besteht. Dieses Jahr erfolgte zum dritten mal eine Titelverleihung. Die vorherigen Gewinner waren Johnny Depp und Brad Pitt.

Mit Kate gewinnt den Preis eine Frau, welche sehr viele Gelegenheiten hat, sich mit Hüten zu schmücken. Sei es beim Pferderennen oder bei offiziellen Anlässen und Feiern. Bekannte Hutmacher wie Philip Treacy oder Sylvia Fletcher haben schon ihren Kopf geschmückt, jedoch zählt sie auch zur Kundschaft noch weniger bekannten Hutmachern wie Rose Cory oder Vivien Sheriff. Kates schlichter, zurückhaltender Stil beeinflusst auch die Wahl ihrer Kopfbedeckung: Ihre Hüte passen perfekt zum jeweiligen Kleid, sind nie zu verspielt oder zu extravagant. Alles hält sich perfekt im Rahmen der Hofetikette bei der Frau des britischen Thronfolgers. Furore wie Prinzessin Beatrice mit ihrem Hut bei der königlichen Hochzeit entzieht sich Kate, indem sie zu exzentrische Hüte vermeidet.

Kates Stil hat damit den Geschmack der "The Headwear Association" perfekt getroffen zu haben, denn hier geht es nicht darum, die kreativsten Hutkreationen zu krönen, sondern eine berühmte Person, die im Alltag Hüte trägt, zu nennen. Neben Kate waren Rachel Zoe, Ne-Yo, Bruno Mars, Justin Timberlake und Charlie Sheen nominiert. Alles Stars, welche mit anderen Dingen Schlagzeilen machen, als dass sie als Hut-Ikonen auffallen würden.

Die Mission der "The Headwear Association" ist laut eigenen Angaben das Fördern von Hüten und Kopfschmuck weltweit. Deswegen muss der Preisträger sich eines sehr hohen Prominenten-Status erfreuen, damit die Meldung medienwirksam ist. Die 30jährige Britin ist diesbezüglich eine einleuchtende Wahl und ihr fliegen die Herzen der Zeitungsleser weltweit zu. Von dieser Seite betrachtet, hinterlässt die Wahl den schalen Nachgeschmack, dass vielleicht mehr der Lieblingspromi des Jahres gewählt wurde, denn der Hutträger des Jahres. Eine Nominierung, wo auch ausgefallenere Hutkreationen auf vielleicht nicht ganz so prominenten Köpfen eine Chance haben, wäre wünschenswert. Derweil können alle Hutliebhaber ob Kate Middleton-Fans oder nicht, sich wenigstens daran freuen, dass ein royales Haupt eine ausgezeichnete Werbefläche ist, den Hut zu promoten. Darum: Herzlichen Glückwunsch Kate!

Bildersammlung von Kates Hüten:
www.abcnews.go.com

The Headwear Association:
www.theheadwearassociation.org

Tuesday, 24 January 2012

Köpfchen schmück dich: Hütchen, Fascinators und Headpieces

Kirschen, Fascinator, Prinzessin Beatrice, Anna Dello Russo


Hütchen und Kopfschmuck, welcher die Grössen einer Minihaarklammer übersteigt, ist nicht nur etwas für Pferderennen oder Partyverkleidungen! Ein geschmückter Kopf ist die Krönung eines durchdachten Outfits. Es braucht ein wenig Mut, extravagante Hütchen und verspielte Fascinators zu tragen. Sie schmücken die Trägerin jedoch mit einer Prise verwegener Individualität und zeigen Humor. Die Welt des Kopfschmucks ist vielfältig, bunt und fantasievoll – und sie wartet darauf, erobert zu werden.

Der beliebte Fascinator
Von den verschiedenen Arten des Kopfschmucks erfreut sich vor allem der Fascinator einer grossen Beliebtheit. Für den Begriff "Fascinator" gibt es keine deutsche Übersetzung, welche vollkommen treffend ist. Kopfschmuck trifft es nicht schlecht, jedoch ist zum Beispiel eine Tiara, die auch unter diesen Begriff fällt, kein Fascinator. Auf keinen Fall ist Fascinator mit Kopfbedeckung zu übersetzen, denn er schmückt, bedeckt aber wenig. Es handelt sich dabei um etwas, das ins Haar gesteckt wird, aber mehr als ein blosser Haarreif oder eine Haarklammer ist. Beliebte Fascinators sind mit Federn oder Blumen verziert. Es können sich auch Pompoms, Netzchen, Schleifchen oder allerhand süsse Kleinigkeiten daran befinden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gross, grösser, Headpiece
Sehr grosse Objekte, werden ab und zu auch als "Headpiece" beschrieben. Ebenfalls kein deutscher Begriff. In England herrscht eine ausgeprägtere Kultur des "Kopf-schmückens" als bei uns. Vielleicht sind darum die sprachlichen Begriffe für verschiedenartigen Kopfschmuck vielfältiger und präziser. Keine Hochzeit und kein Pferderennen mit nacktem Kopf. Royal Ascot, ein traditionsreiches britisches Pferderennen, hat sehr strikte Regeln, was auf dem Kopf erlaubt ist und was nicht. Seit neustem sind Fascinators verboten und es müssen Hüte getragen werden. Diese scheinbar kleine Änderung eines für vielen unwichtigen Ereignisses ist den Briten immerhin so wichtig, dass BBC einen langen Artikel darüber verfasste.

Die englische Liebe zum geschmückten Haupt
In England lacht und winkt nicht nur die Queen mit Hut. Besagte Dame muss ein ganzes Zimmer voller Hüte haben. Ihr royales Haupt schmückt übrigens der Hutmacher Philip Treacy des öfteren, und auch andere Mitglieder der royalen Familie zählen zu seinen treuen Kunden. Die königliche Hochzeit von William und Kate in diesem Jahr war ein grosses Geschäft für Treacy: Was Rang und Namen hatte, trug seine Hüte. Natürlich hält sich die Extravaganz der Kreationen für royale Häupter meist im Rahmen. Der Verrücktheit kann Treacey mehr freien Lauf lassen, wenn er beispielsweise für Lady Gaga oder Sarah Jessica Parker entwirft. Die renommierten Namen auf seiner Kundenliste machen ihn wohl zum bekanntesten Hutmacher überhaupt.

Wenn es jedoch darum ginge, einem Hutmacher zu suchen, der mit seinem Design möglichst dem Bild des "Mad Hatters" aus "Alice im Wunderland" entspricht, so müsste das Piers Atkinson sein. Er beweist, nicht ohne eine gewisse Ironie, dass fast alles zum Kopfschmuck gemacht werden kann. Riesige Früchte, Plüschtiere und das ganze Gesicht verdeckende Pflanzenkonstrukte gehören unter andern dazu. Seine Arbeiten befinden sich zwischen Kunst und Mode und weisen oft surreale Anspielungen auf. Stars wie Lady Gaga, Paloma Faith und Anna dello Russo lieben seine Kreationen ebenso wie ich. Mein absolutes Lieblingsstück von ihm sind die riesigen Kirsch-Headpieces. Diese tauchen in fast jeder Kollektion in veränderter Form wieder auf. In der Tat atme ich bei jeder Präsentation auf, wenn da wieder Kirschen zu sehen sind. 

Wer gerne einen Headpiece mit riesigen Kirschen haben würde, aber nicht ganz das nötige Kleingeld hat um sich dieses von Piers machen zu lassen, dem ist der Shop von Pearls & Swine (UK) empfohlen. Im Angebot sind sehr ähnliche Objekte zu einem etwas erschwinglicheren Preis. Die Objekte sind ebenfalls mit Liebe handgemacht. Und bitte bei mir melden ihr mutigen Kirschenkäufer, dann können wir uns gegenseitig Mut zureden um damit auf die Strasse zu gehen!

Die Hutliebe hat Deutschland erreicht
Nicht nur in England, sondern auch andernorts wird Kreativität zu Hüten und ähnlichem verwandelt: Als Beispiel möchte ich die Berlinerin Frollein von Sofa nennen. Ihre Kollektionen sind süss wie Cupcakes und sehr verspielt. Pompoms, Luftballons, liebliche Blüten und Spielsachen kommen auf den Kopf. Enie van de Meiklokjes trägt die Kreationen oft und ist auch die perfekte Botschafterin für das Label. Die Hütchen weisen eine gewisse unschuldige Leichtigkeit auf und ermuntern, getragen zu werden. Wie die Arbeiten von allen hier genannten Designern scheinen sie eine einzige grosse Frage zu stellen: Warum nicht mehr Mut zu Hut und Kopfschmuck? Ein wenig mehr Formenreichtum kann den Strassen nicht schaden und erfreut den Homo ludens der in uns allen steckt!

Wer wie Sara auch vom Kopfschmuck-Fieber gepackt wurde und sich ohne etwas auf dem Kopf irgendwie nackt fühlt : Demnächst ist eine Top 10 der mutigsten und besten Star-Kopfschmuck-Stils geplant.

Ein paar Adressen für extravagantem Kopfschmuck:
Philip Treacy, der königliche Hutmacher:
www.philiptreacy.co.uk

Saras liebster Hutmacher, der Engländer Piers Atkinson:
http://www.piersatkinson.com/

Riesenkirschen, Burlesque-Accessoires und mehr aus England:
www.pearlsandswine.bigcartel.com

Süsse Hütchen aus Berlin von Frollein von Sofa:
www.frolleinvonsofa.com

Sunday, 22 January 2012

Auf Entdeckungstour in Istanbul

Istanbul, Shopping, Hotel, Essen, Sehen

Seit unserer Istanbulreise werde ich immer wieder gefragt, wo man in dieser quirligen Stadt hingehen sollte. Darum habe ich hier ein paar kleine und feine Tipps zusammengestellt, welche ein "Sara is in love with..." verdienen.


Schlafen

Hotel Sultania:
Ich habe mich durch unzählige mässige Hotelprofile gewühlt und plötzlich geschah es: Ich hatte dieses Hotel auf dem Bildschirm, mit hinreissenden Zimmern wie aus einem etwas kitschigen Sultanspalast. Sofort war klar, dieses muss es sein und kein anderes! Das Hotel Sultania. Es ist ein kleines Boutique-Hotel an guter Lage und in unmittelbarer Nähe von Sehenswürdigkeiten wie Topkapi-Palast, Hagia Sophia und blauer Moschee. Um die Illusion des altehrwürdigen Palastes aufrecht zu erhalten, ist die topmoderne Ausstattung in den Zimmern so gut wie möglich versteckt. Der Fernseher beispielsweise tarnt sich als Spiegel mit opulentem Goldrahmen. Eine iPod-Docking Station, DVD-Player und Wifi sind ebenfalls zu finden, für einen ruhigen Abend im Zimmer. Charmant ist die Beleuchtung des Raums: Vom normalen Licht kann auf eine gelbliche Beleuchtung gewechselt werden, welche unter dem Bett, hinter den Bildern und unter den Spitzbögen bei der Sofaecke angebracht ist. Das warme Licht macht selbst Regenwetter gleich gemütlich. Morgens wartet ein leckeres, wenn auch nicht riesiges Frühstücksbuffet in der Hotelbar. Wahlweise kann das Frühstück auch im Olive Restaurant genossen werde, das sich in einem benachbarten Hotel befindet. Da speist man nicht ganz so grosszügig, dafür auf einer Dachterrasse (leider hinter Glas) mit schöner Sicht über die ganze Stadt.
www.hotelsultania.com

Shoppen

By Retro:
Der vielleicht grösste und beliebteste Vintageshop der Stadt und das nicht von ungefähr! Wer sich einen stoffgewordenen Traum ersteigern will, braucht viel Geduld um sich durch die überquellenden Regale zu kämpfen. Der Laden bietet eine Mischung aus Vintage, Second Hand und verrückten Kostümen. Wegen den vielen angesammelten Kuriositäten ist er auf jeden Fall eine Entdeckung wert. Bitte unbedingt Ausschau halten nach den trashigen Filmpostern an den Wänden.
www.byretro.com.tr

Katithane – House of Paper:
Auf der Suche nach nicht ganz typisch touristischen Mitbringseln oder etwas nettem für den eigenen Schreibtisch? Dann ist das Kagithane der richtige Ort! Ein kleiner Laden der sich ganz dem Papier widmet. Hier gibt es alles, was aus Papier gemacht werden kann: Fruchtschalen, hinreissend schmucke Papierblumensträusse oder auch süss bedruckten Notizbüchlein. Alle Artikel sind inspiriert von Istanbul und der türkischen Kultur.
www.kagithane.com.tr

Essen

Galata House:
Von aussen sehr unscheinbar und etwas schwer zu finden ist dieses kleine Restaurant gleich beim Galata Turm. Der Besitzer sagt, dass man einfach den von ihm gepflanzten Bäumen folgen soll, um ans Ziel zu gelangen. Wer vor der Türe steht muss klingeln, um eingelassen zu werden. Das Gebäude war früher ein englisches Gefängnis, die Einrichtung mit charmanten alten Möbeln, leuchtenden Sternen und Plastikblumen lässt das aber vergessen. Es ist ein kleines, sehr persönliches Restaurant mit Inhabern, welche den Gästen breitwillig Interessantes über Stadt und Viertel verraten. Das Essen ist exzellent, frisch zubereitet und eine Mischung aus Georgischer und Türkischer Küche. Wer fürs Abendessen vorbeischaut, dem wird das Essen von der Besitzerin mit Gesang und Piano-Musik bereichert. Die Karte ist klein, aber sehr erlesen. Zu empfehlen ist auf jeden Fall, einen Vorspeisenteller zu bestellen. Die sechs verschiedenen kleinen Häppchen geben einen leckeren Überblick über die Raffinessen der Küche. Rote Beete, Walnusspaste in Aubergine eingewickelt und eine würzige Paste mit Käse und Tomaten verwöhnen unter anderem den Magen. Wer einmal hier war, wird sich bestimmt eine Visitenkarte mitnehmen und wiederkommen – den Bäumen folgend.
www.thegalatahouse.com

Staunen

Hodja Pasha:
Die wirbelnden Derwische sind eine der bekanntesten Attraktionen von Istanbul. Erst war ich skeptisch und nicht begeistert von der Idee, eine Derwischshow zu sehen. Ich habe schon einige solche Shows in den Ferien über mich ergehen lassen und hatte meist grosse Zweifel ob da wirklich Derwische auf der Bühne standen oder nur Touristenunterhalter. Die Show im Hodja Pasha hat einen anderen Eindruck hinterlassen. Das Hodja Pasha ist ein Kulturzentrum, welches auch Bauchtanzabende anbietet. Die runden Räumlichkeiten mit den rohen Steinwänden sind ein sehr stimmungsvoller Ort. Während der Derwischshow werden die Besucher gebeten, nicht zu fotografieren und ruhig zu sein, ohne Applaus. Der Gast bekommt ein Infoblatt, welches den Ablauf des 800 Jahre alten Rituals beschreibt. Die Derwische scheinen die Besucher gar nicht wahrzunehmen und gehen voll in ihrem Ritual auf. Nach der Show unbedingt noch einen Abstecher an die kleine Bar machen. Das dort angebotene Turkish Delight (Lokum) ist eine Sünde wert. Bitte unbedingt reservieren, die Shows sind sehr begehrt und rasch ausverkauft.
www.hodjapasha.com

Monday, 16 January 2012

Willkommen in meinem neuen Blog

Millionen von interessanten, amüsanten und irrelevanten Bloggern tummeln sich da draussen. Lange habe ich mich dagegen gesträubt, auch einen Blog zu führen.

Warum also jetzt? Vielleicht ist doch endlich der Zeitpunkt, die Kleinode und Banalitäten welche mir begegnen nicht mehr für mich zu behalten.

Also: Herzlich willkommen in meinem Blog!